Demenzwohngemeinschaften
Vergesslichkeit kann ein großes Problem älterer Menschen werden. Anfangs wird sie nur am Rande wahrgenommen. Tritt sie jedoch verstärkt auf, ist nicht auszuschließen, dass das Anfangsstadium einer Demenzerkrankung bereits überschritten ist. Verständlicherweise wird dies häufig nicht rechtzeitig erkannt. Doch Alzheimerpatienten brauchen spezielle Betreuung, die von den Angehörigen nicht geleistet werden kann. Der Verein alter Menschen hat dieses Problem erkannt und 1995 die erste Alzheimerwohngemeinschaft in Berlin gegründet.
In Berlin gibt es bereits viele solcher Einrichtungen. Im Unterschied zu klassischen Pflegeeinrichtungen stellen die Bewohner den Wohnraum selbst. Auch Unterkunft und die Koordination von Erkrankten, Angehörigen und Pflegediensten muss umsonst geleistet werden. Das fordert ein großes Engagement aller Beteiligten, doch können die Angehörigen auch Einfluss auf Qualität und Umfang der Betreuung nehmen.
Ca. 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz, nur bei einem Bruchteil von Ihnen ist die Krankheit erkannt. Es wird wohl noch länger dauern, bis adäquate Lösungen für Alzheimerpatienten gefunden sind. Spezielle Wohngemeinschaften sind zumindest ein Anfang.



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